Partizipation mit Netz und doppeltem Boden

Partizipation mit Netz und doppeltem Boden – Bedingungen für gelingende Teilhabe

Jürgen Ertelt

Partizipation wird nach Medienkompetenz zum neuen inflationären buzzword in Bildung, Verwaltung und Politik. Dabei impliziert Partizipation mehr Dimensionen als das, was gemeinhin als Teilhabe bezeichnet wird. Welche Faktoren im Wechselspiel von Demokratisierung und Regulierung sind Maximen des Prozesses? Welche Bedingungen sind zwingend für gelingende ePartizipation zu beachten? Wieviel Kollaboration braucht Partizipation? Welche Bedeutung kann eGovernment, open government, open data zur strukturellen Verbesserung beitragen? Diese Fragen sollen eine Diskussion jenseits von crowdsourcing und liquid feedback-Auseinandersetzungen finden.


Jürgen Ertelt
*1957, Sozial- und Medienpädagoge, arbeitet als Koordinator im Projekt „ePartizipation – Jugendbeteiligung in der digitalen Gesellschaft“ bei IJAB, Fachstelle für internationale Jugendarbeit, in Bonn.
Dort ist er u.a. für die Modellentwicklung von Partizipationsmöglichkeiten mittels Internetangebote verantwortlich. Dabei stehen Beteiligungsmöglichkeiten Jugendlicher in zu entwickelnden eGovernment-Angeboten im Fokus.
Als Webarchitekt und Autor realisiert er Konzepte für die pädagogische Arbeit mit vernetzten digitalen Medien. Zur Zeit arbeitet er u.a. an Angeboten im Bereich mobiles Lernen.
Jürgen Ertelt ist seit mehr als 25 Jahren medienpädagogisch aktiv. Er ist aktives Mitglied in der GMK, im Trägerverein des JFF und im PolitCamp e.V. Politisch engagiert er sich u.a. in Fragen des Jugendmedienschutzes und zu Herausforderungen des Internets mit Blick auf Demokratie, Staat und Gesellschaft. Jürgen Ertelt ist Mitglied der Piratenpartei.

Posted in Programm | Leave a comment

T-Shirts!

Wie angekündigt gibt es dieses Jahr T-Shirts! Ihr könnt diese direkt mit euren Tickets bestellen.

Zur Auswahl stehen einmal T-Shirts und einmal Girlys, jeweils in den Farben schwarz und Graphit. Damit ihr euch ein Vorstellung machen könnt, wie sie denn aussehen werden mit dem schmucken “openmind #om11″ Druck – hier zwei Beispielbilder

Die T-Shirts werden für 22,00 Euro angeboten und Ihr bekommt sie bei der Akkreditierung in Kassel.

Posted in openmind | Leave a comment

Kartenvorverkauf ab 15.06.2011

Für alle, die schon hibbeln und es kaum erwarten können – Karten für die openmind #om11 gibt es ab dem 15.06.2011, 20:00 Uhr auf dieser Seite.

Das Komplettpaket (Early Bird: 70 € (30 Stück) – danach 85 €)
Die bequemste und unterm Strich günstigste Variante: Neben dem Eintritt zur #om11 sind zwei Übernachtungen im Mehrbettzimmer der Jugendherberge sowie die Verpflegung im Preis inbegriffen. Damit könnt Ihr bereits am Freitag Abend in Ruhe anreisen, die anderen Teilnehmer kennenlernen und müsst Euch nicht nach einem Hotel umschauen. Außerdem übernachtet Ihr direkt in der Location der #om11.

Ohne Übernachtung (30 €)
Mehrbettzimmer sind nicht Euer Ding oder Ihr wohnt sowieso in Kassel? Dann gibt es die Option, auf die Übernachtung in der Jugendherberge zu verzichten. Im Preis enthalten ist neben dem Ticket zur #om11 die Verpflegung in der Jugendherberge.

T-Shirts
Dieses Jahr könnt ihr schon im Vorfeld ein T-Shirt oder Girly verbindlich bestellen und ihr bekommt es zur #om11 mitgebracht und könnt es dann am Infopunkt abholen. Das Design gibt es zusammen mit dem Ticketvorverkauf online.

Posted in openmind | Leave a comment

Beitragsaufruf

Wichtige Daten
Einreichungsschluss für Beiträge 31. Juli 2011, 23:59 CET
Früheste Annahmebenachrichtigung 10. August 2011
Benachrichtigung der Vortragenden bis 01. September 2011
Fahrplan fertig gestellt bis 15. September 2011
Was ist die #om11?
Die #om11 ist eine Konferenz mit angeschlossenem Barcamp für Netzpolitiker, -aktivisten und -philosophen
Wer veranstaltet die #om11?
Die #om11 wird veranstaltet von Mitgliedern der Piratenpartei Deutschland, richtet sich aber an jeden, der sich mit der Entwicklung der digitalen Gesellschaft beschäftigen will.
Wo findet die #om11 statt?
In Kassel. Das liegt in Hessen, mittig in Deutschland.
Um was geht es bei der #om11?
Wie schon auf der #om10 im letzten Jahr lenken wir unseren Fokus nicht auf Sachpolitik (dazu gibt es genug Konferenzen), sondern auf die ideologischen und philosophischen Grundsatzfragen des digitalen Zeitalters. Wie sieht ein zukunftsfähiger Umgang mit Demokratie und Freiheitsrechten aus? Welche gesellschaftlichen Konsequenzen hat der technologische Fortschritt? Wie stellen wir uns die Gesellschaft der Zukunft vor und was können wir tun, um diese zu gestalten?
Wer kann beitragen?
Ob Pirat oder nicht – jeder, der Lust hat an der Zukunft unserer Gesellschaft mitzuarbeiten, ist eingeladen, sich zu beteiligen. Hierfür brauchen wir Menschen, die ihre Ideen in Form von Vorträgen und Workshops präsentieren. Dabei ist es kein Problem, wenn deine Ideen kontrovers oder in der Netzgemeinde eher unpopulär sind. Im Gegensatz freuen wir uns auch gerade über Beiträge, die zur Diskussion anregen, da diese sich bislang als die spannenderen für alle Beteiligten herausgestellt haben.
Wie kann mein Beitrag aussehen?
Ein Vortrag für die #om11 ist auf eine halbe Stunde ausgelegt, damit die Diskussion vor Ort starten kann. Wenn du mehr Zeit brauchst, setze dich mit uns in Verbindung und wir werden versuchen, einen längeren Timeslot zu blocken – versprechen können wir aber nichts.
Ob du einen Vortrag oder Workshop allein oder in einer Gruppe halten möchtest, steht dir frei. Ausschlaggebend für die Auswahl deines Beitrags für die #om11 ist vor allem, dass sie sich mit den oben formulierten Grundsatzfragen beschäftigt.
Um ein Gefühl für die Themen der openmind zu gewinnen, lohnt sich auch ein Blick auf das Programm vom letzten Jahr
Wie reiche ich meinen Beitrag ein?
Du kannst deinen Vorschlag bis 31. Juli direkt im Pentabarf einreichen, indem du den Anweisungen auf der Seite folgst. Gib bitte mindestens Titel und Kurzbeschreibung deines Vorschlags und eine E-Mail-Adresse an. Wir informieren dich dann über den Eingang deines Vorschlags.
Solltest du Schwierigkeiten mit dem Einreichungs-Tool haben, schick deinen Vorschlag inklusive Titel und Zusammenfassung einfach bis zum 31. Juli 2011 an info [ät] openmind-konferenz [dot] de – gib bitte an, ob du Hilfsmittel (Beamer, Flipchart etc.) benötigst, und häng ggf. einen Entwurf deiner Präsentationsfolien an.
Worum es bei der #om11 nicht geht
Die #om11 ist keine Konferenz zu einem einzelnen politischen Thema. Wie im letzten Jahr wollen wir wieder Ideen zu verschiedensten Gebieten wie Demokratie, Bürgerrechten, Bildung oder Wirtschaft diskutieren. Im Gegensatz zu Piraten-Veranstaltungen wie der Marina Kassel geht es auf der #om11 aber nicht um Fragen der Parteistruktur, die #om11 dient zum Austausch und zur Bereicherung zwischen verschiedenen politischen und gesellschaftlichen Akteuren.
Die #om11 dient nicht der Ausarbeitung von konkreten politischen Vorschlägen. Wir wollen (noch) keine gesellschaftlichen Probleme lösen, sondern eine Zukunftsvision formulieren, auf deren Basis Probleme überhaupt erst benannt werden können. Ein Vortrag zur Reform der  Nachtschichten beim Pflegepersonal in Krankenhäusern wäre zwar beispielsweise hoch interessant, aber auf der #om11 fehl am Platze.
Posted in openmind | 4 Comments

openmind #om11 – Let’s go exploring!

Markiert’s Euch rot im Kalender: Die openmind #om11 findet am 15. & 16. Oktober 2011 in Kassel statt!

Niemand bekommt, was er will, so lange er nicht weiß, was er will. Als vor zwei Jahren der Protest aus dem Netz gegen die Politik alter Herren mit Kugelschreibern in Fahrt kam, wussten die meisten von uns vor allem, was wir nicht wollten: die Beschränkung unserer Freiheiten durch immer neue Sicherheitsgesetze, Terrorpanik, eine Politik, die das Netz auf Basis von Angst und Vorurteilen reguliert. Aus diesem Impuls heraus ist eine Bewegung entstanden, die Politik nicht gegen, sondern durch und für das Internet macht.

So ähnlich unsere Beweggründe sind, so unterschiedlich sind doch unsere Vorstellungen davon, wohin die Reise gehen soll. Weil wir aber eine gemeinsame Gesellschaftsvision entwickeln und umsetzen wollen, haben wir die openmind ins Leben gerufen. Die erste openmind – #om10 – stand ganz im Zeichen der großen Grundsatzbegriffe: Freiheit, Eigentum, Indiviualität.

Mit Pavel Mayer haben wir „Freiheit“ in den Grundsatzprogrammen der Parteien unter die Lupe genommen, mit Julia Schramm den Ideologiebegriff ergründet. Jean-Pol Martin hat von seinen Erfahrungen berichtet, das Ich ins Netz zu exportieren, und Michael Paetau hat seine Vision einer freien Wissensordnung präsentiert.

Auf dieser gemeinsamen Basis baut die openmind #om11 auf. Nachdem wir im letzten Jahr einige Grundsatzfragen definiert haben, steht die #om11 ganz im Zeichen der Kontroverse. Der Streit über Grundsätzliches bringt uns weiter, Vertreter einer „unpopulären“ Meinung helfen uns, unsere eigene Position einzuordnen und unsere Argumentation zu schärfen.

Keine Position ist medial unerwünscht.

Als loser Zusammenschluss von Aktivisten, Vereins- und Parteimitgliedern haben wir den großen Vorteil, dass Sachfragen und nicht die bloße wirtschaftliche Existenz unsere Politik bestimmen. Diskutieren, um zu überzeugen und dazuzulernen, statt Debattieren, um gut dazustehen.

Fortschritt entsteht aus der Kontroverse, der neuen Idee, dem überprüften Argument. Uneinigkeit ist keine Schwäche, sondern der Startschuss, die Welt zu verändern. Let’s go exploring!

Posted in openmind | 7 Comments